Vieles sprach während des Spiels unserer A-Jugend bei der Zweitvertretung von Teutonia SuS Waltrop für ein 2:2. So endete das letzte Spiel im Vorjahr und auch der erste Auftritt in der Rückrunde vor drei Wochen endete mit diesem Resultat. Doch am Ende fiel das vierte Tor auf der falschen Seite und bescherte dem Team von Marco Behlert und Valentino Piva einen ärgerlichen Sonntagvormittag. 3:1 gewannen letztlich die Gastgeber und profitierten dabei nicht zuletzt von Pleiten, Pech und Pannen auf Seiten der Gäste von der Langen Wanne.
In einer ausgeglichenen Startphase konnten zunächst die Gastgeber auf dem nagelneuen aber nassglatten Kunstrasen im Sportzentrum Nord für Torgefahr sorgen und setzten mit einem Pfostenschuß nach einem Eckball die erste Duftmarke des Spiels (18.). Doch dieser Weckruf reichte den Jungs von der Langen Wanne noch nicht und so brachte erst die aufgrund der Mehrzahl an Chancen verdiente Führung der Gastgeber nach einer schönen Kombination (21.) die Wende im Spielverlauf. Bis auf einen gefährlichen Konter, den Schlußmann Dennis Kaluza aber entschärfen konnte (34.), spielte nun nur noch Blauweiß und kam nach vergebenen Chancen von Felix Busch (32.) und dem aufgerückten Fabian Elsterkamp (37.) zum 1:1 durch Spielmacher Steffen Czirski (38.), der damit schon zum dritten Mal 2012 erfolgreich war. Doch quasi im Gegenzug unterschätzte Kaluza einen Flachschuß der Waltroper und ließ den Ball vor die Füße eines gegnerischen Angreifers prallen, der sich nicht zweimal bitten lassen wollte (40.). Mit der glücklichen 2:1 Führung der Teutonen ging es in die Pause.
Auch im zweiten Durchgang hatte das Post-Team, das sich von seinen Trainern in der Pause einige Mißstände ankreiden lassen musste, weiter Überwasser und konnte die Gastgeber auf drei Torchancen limitieren. Doch im Torabschluß sollte die Postler Aufholjagd in der Folge oft an Hektik und Ungenauigkeit scheitern. Die besten Chancen hatten Tobias Fretzen, der freistehend vor dem gegnerischen Tor überhastet abschloß (63.), und Daniel Klaus aus spitzem Winkel, dem es nicht ganz gelang den Teutonia-Keeper zu überraschen (72.). Eine Viertelstunde vor Schluß war der Ausgleich dann überfällig, doch selbst ein Strafstoß – Czirski scheiterte am Schlußmann der Gastgeber (74.) – und eine Doppelchance von Busch frei vor dem Tor (75.) brachten nicht den durch die gute zweite Halbzeit hochverdienten Ausgleich.
So kam es, wie es im Fußball oft geschieht: Das Team von der Langen Wanne machte auf, sogar noch unterstützt durch eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Teutonia, doch kurz vor dem Ende brach ein Stürmer der Rotweißen durch und ließ sich nur durch ein Foul im Strafraum stoppen. Anders als unser Team verwandelte Teutonia den Strafstoß sicher zum 3:1-Endstand (89.). Daran konnte auch eine dicke Chance für Fretzen in der Nachspielzeit nichts mehr ändern (91.). Unterm Strich stand am Ende eine mehr als vermeidbare Niederlage, doch schon am kommenden Sonntag kann beim Sickingmühler SV etwas für die Rehabilitation getan werden. Auch personell wird es dann – so ohne Karneval und später am Tag – wieder besser aussehen.
Post:
Kaluza – Utikal, Schuwakow, Feller, Elsterkamp – Busch, U. Fretzen, Kollwitz, Klaus, Czirski – T. Fretzen – F. Hauptmann


